Das ÖSHZ Raeren erhielt 2008 die Zusage der Wallonischen Region (damals Kabinett Antoine), sowie die damit verbundenen Subsidien (insgesamt 18.600 €) für ein Projekt zur „Sozialen Energieberatung“.
Einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 1.500 € wurde uns ebenfalls von der Deutschsprachigen Gemeinschaft (Minister Gentges) gewährt.
In Kooperation mit dem ÖSHZ Lontzen starteten wir nach einigen Verzögerungen im Dezember 2008 mit einer Verbraucherschule für die ÖSHZ-Kundschaft. Monatlich trafen sich unsere Kunden in kleiner Runde (+/- 10 Personen) zu verschiedenen Vorträgen, die sensibilisieren sollten im Umgang mit der ihnen zur Verfügung stehenden Energie: Strom, Gas, Heizöl, Wasser,…
Wir besprachen aber auch allgemeine Themen des Alltags, die in mehr oder weniger direktem Zusammenhang mit Verbrauch stehen: Telefon- und Handykosten, Müll, Mietrecht, Ernährung, …
Energieprobleme gehören zu den primären Gründen, weshalb viele Menschen mittlerweile unsere Dienste aufsuchen: sei es für Beratung und Unterstützung bei dieser komplizierten Materie, aber auch für Hilfe bei der Zahlung der oft viel zu hohen Energierechnungen.
Gleichzeitig konnten wir unser Projekt aber auch mit Hilfe einer öffentlichen Sensibilisierungskampagne auf die gesamte Bevölkerung ausdehnen: es fanden Info-Veranstaltungen mit den Schwerpunkten rationelle Energienutzung, Energie-Audit, Solarthermik und Solar-Photovoltaik statt.
Da die 4 ÖSHZ im Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft in vielen Bereichen kooperieren, konnten wir die Verantwortlichen der Gemeinden und ÖSHZ von Kelmis und Eupen für unsere gemeinsame Aktion überzeugen, damit so viele Bürger wie möglich in den Genuss unserer Informationen kommen konnten.
Wir boten der Bevölkerung eine Energie-Plattform,
- die über die reine Information hinausging
- konkrete Hilfestellung bei der Realisierung der verschiedenen o.g. Maßnahmen anbot:
- d.h., dass wir dem Bürger eine begleitete Bestellung anboten, die garantierte, gute Qualität und ein gutes Produkt zu einem guten Preis zu erhalten.
- Die neuesten Prämien und die daran geknüpften Bedingungen aus dem Kabinett von Energieminister Jean-Marc NOLLET wurden ebenfalls an diesen Infoabenden vorgestellt.
Insgesamt bestellten 35 Personen ihre neue Solar- bzw. Photovoltaik-Anlage mit Unterstützung unseres Projektes.
Ein neuer Projektaufruf der Wallonischen Region für 2010-2012 ist mittlerweile erfolgt und unser Aktionsplan zur vorbeugenden Energienutzung wurde positiv beschieden.
Im kommenden Jahr starten wir mit 2 Schwerpunkten:
- Organisation von Informations- und Sensibilisierungsaktionen für das ÖSHZ-Zielpublikum
Die Verbraucherschule wird fortgeführt, jedoch in veränderter Form.
Geplant sind 4-5 „Energie-Cafés“ pro Jahr, die dynamischer organisiert werden sollen, evtl. auch in Form eines Work-Shops.
Eingeladen sind die Personen, die in den Genuss einer Energieprämie gekommen sind, aber auch die Personen, für die eine Teilnahme als sinnvoll erachtet wird.
Synergien in der Organisation können ggfs. mit dem ÖSHZ Eupen angestrebt werden.
- Individuelle Begleitung von Problemhaushalten
Die Arbeit nur im Rahmen von Sensibilisierung, bzw. Information ist zu steril geblieben. Eine individuelle Nachbegleitung bei Energieproblemen ist notwendig.
Zukünftig sollen ÖSHZ-Kunden, die im Energiebereich ein Problem haben (mtl. Rechnung/Jahresendabrechnung, Umzug, neuer Liefervertrag, neuer Lieferant, Budgetzähler, …) direkt an die Verantwortliche für Energie verwiesen werden, die in direktem Kontakt und in direkter Absprache mit dem Sozialdienst steht.
Ministerium
der Wallonischen Region
Abteilung Energie
Avenue Prince de Liège, 7
5100 Namur
Tel : +32 (0)81 33.50.50
Fax : +32 (0)81 33.55.11
www.wallonie.be
